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Übersicht zu Gemeindeabstimmungen

Der Masterplan LANDWASSERWELT wurde in einem mehrstufigen, kooperativen Prozess entwickelt. Der dazugehörende Richtplan wurde von der Bündner Regierung verabschiedet.

In einem nächsten Schritt ist es an den Stimmbürger*innen der Standortgemeinden, über die Beteiligung und Mitfinanzierung der Landwasserwelt zu entscheiden.

Ein JA der Bevölkerung zur LANDWASSERWELT ist ein wichtiger Impuls zur nachhaltigen touristischen Entwicklung und Sichtbarmachung des UNESCO Welterbes RhB und der Kulturlandschaft.

Die Gemeindevorstände aller Standortgemeinden im Albulatal beantragen die Zustimmung.

INFORMATION LANDWASSERWELT AB 2023 (PDF 4.77 MB)INFORMATIONSFLYER - ALBULA/ALVRA (PDF 1.2 MB)INFORMATIONSFLYER - BERGÜN FILISUR (PDF 1.19 MB)INFORMATIONSFLYER - SCHMITTEN (PDF 1.19 MB)

Daten der Abstimmungen 

  • Gemeindeversammlung der Gemeinde Bergün Filisur, 24. Juni 2021, JA
  • Gemeindeversammlung der Gemeinde Schmitten, 25. Juni 2021, JA
  • Gemeindeversammlung der Gemeinde Albula/Alvra, 16. Juli 2021, JA
  • Landrat der Gemeinde Davos, 19. August 2021

Langfristige Ziele

  • Schaffung eines touristischen Wahrzeichens für den ganzen Kanton Graubünden.
  • Attraktivitäts- und Bekanntheitssteigerung für den Landwasserviadukt.
  • Neue touristische Wertschöpfung  & neue Frequenzen für die RhB, die Region und den Kanton.
  • Vermittlung der Werte und Einhaltung der Schutz- und Nutzungsziele des Welterbes RhB und des Parc Ela.
  • Neuer Ausflugsort mit der Landwasserwelt und zusätzliche Logiernächte für Bündner Destinationen.
     

Wertschöpfung/Wirtschaftliche Impulse

Mit einem attraktiven Angebot soll die Landwasserwelt rund 50'000 zusätzliche Besucher pro Jahr anziehen. Der grösste Teil dieser Besucher stammt von ausserhalb der Region Albula. Für die Region Albula ergeben sich daher folgende Chancen:

  • Arbeitsplätze: In der Startphase bis 2026 werden in der Landwasserwelt 11 zusätzliche Saison-Arbeitsplätze aufgebaut. Bis zum geplanten Endausbau dürften nochmals rund 10 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden.
  • Regionale Wertschöpfung: Gemäss Businessplan wird in der Startphase mit rund 50’000 Besuchern pro Jahr eine regionale Wertschöpfung von CHF 500 – 600’000 erzielt. Im Endausbau dürfte sich die Wertschöpfung sogar verdoppeln. Zusätzlich profitieren die regionale Gastronomie, die Hotellerie und der Detailhandel von den zusätzlichen Besucherströmen und Umsätzen von schätzungsweise CHF 1.5 Mio. (Startphase) bis CHF 3.0 Mio. (Endausbau)
  • Bekanntheit als Tourismusregion: Von den substanziellen Marketingmitteln von Graubünden Ferien, der RhB und den Destinationen profitiert die ganze Tourismusregion. 
  • Attraktivität als Sommerdestination: Die neuen Angebote steigern die Attraktivität der ganzen Region als Sommerdestination. Davon profitiert der gesamte Tourismussektor inkl. Hotellerie, Gastronomie, Bahnen und Detailhandel.

Erlebnisse der Landwasserwelt und Aufwertungsmassnahmen auf Boden der Gemeinde Albula/Alvra:

  • Erneuerung, Sanierung und Aufwertung des Wegnetzangebotes zwischen Alvaneu Bad und der Gemeindegrenze beim Schmittnertobel
  • Aufwertung und Neustrukturierung der Parkfläche bei der Abzweigung Landwasserviadukt
  • Aufbau der Wegebahnverbindung (Landwasser-Express) Alvaneu Bad - Landwasserviadukt - Filisur
  • Aufbau der neuen Bahnverbindung Alvaneu - Schmitten Landwasserviadukt - Filisur mit dem Hop-on Hop-off Zug
  • Aufwertung des Bahnhofareals Alvaneu inkl. Einrichtung Ferienwohnung in der Stationswohnung für die Stiftung Wohnen im Baudenkmal

Investitionsbeitrag Gemeinde an die Basis-Infrastruktur gemäss Kostenschlüssel: CHF 510’000


Chancen für die Gemeinde:

  • Im Endausbau rund 8 - 10 zusätzliche Saison-Arbeitsplätze (in der Startphase sind es etwa 3 Arbeitsplätze)
  • In der Betriebsphase werden gegen 80’000 zusätzliche touristische Besucherfrequenzen in Alvaneu (Startphase 10 – 20’000) mit Konsumbedürfnissen ewartet (Zusatzumsatz Hotellerie, Gastronomie und Detailhandel von CHF 280’000 – 680’000 pro Jahr).

Erlebnisse der Landwasserwelt und Aufwertungsmassnahmen auf Boden der Gemeinde Bergün Filisur:

  • Aufwertung der Aussichtsplattform Landwasserviadukt Filisur
  • Errichtung Baumgleiter zwischen Albulalinie und Passstrasse im Wald Filisur
  • Erweiterung der Serviceinfrastruktur am Bahnhof Filisur und Ergänzung mit einem Bahnwagen-Bistro
  • Neue Landwasser-Express Verbindung Filisur - Landwasserviadukt - Alvaneu
  • Verbesserung des Wegnetzes für Spaziergänger und Wanderer
  • Weiterentwicklung Bahnmuseum Bergün mit LGB-Gartenbahnanlage und Outdoorspielbereich
  • Wendestation für den Hop-on Hop-off Zug und den Historischen Zug
  • Filisur Besucherzentrum (nach 2026)

Investitionsbeitrag Gemeinde an die Basis-Infrastruktur gemäss Kostenschlüssel: CHF 510'000


Chancen für die Gemeinde:

  • Im Endausbau rund 10 zusätzliche Saison-Arbeitsplätze (in der Startphase sind es etwa 5 - 6 Arbeitsplätze).
  • In der Startphase werden 20 – 50’000 Besucherfrequenzen mit Konsumbedürfnissen erwartet (Zusatzumsatz Hotellerie, Gastronomie und Detailhandel von CHF 425’000 – 725’000).
  • Die Attraktivität der Gemeinde Bergün Filisur wird als Sommerdestination gesteigert.

Erlebnisse der Landwasserwelt und Aufwertungsmassnahmen auf Boden der Gemeinde Schmitten:

  • Aufwertung der Aussichtsplattform Landwasserviadukt Schmitten
  • Errichtung Haltestelle Schmitten Landwasserviadukt für Hop-on Hop-off Zug
  • Leichte Aufwertung des Viaduktplatzes Landwasserviadukt mit Enstehung Service Punkt.

Investitionsbeitrag Gemeinde an die Basis-Infrastruktur gemäss Kostenschlüssel: CHF 170’000


Chancen für die Gemeinde:

  • In der Betriebsphase werden gegen 50’000 zusätzliche touristische Besucherfrequenzen mit Konsumbedürfnissen erwartet (zusätzlicher Detailhandelsumsatz ca. CHF 25’000 – 50’000 pro Jahr).
  • Die Attraktivität der Gemeinde Schmitten wird als Sommerdestination gesteigert.

Erlebnisse der Landwasserwelt und Aufwertungsmassnahmen auf Boden der Gemeinde Davos:

  • Aufwertung der Aussichtsplattform auf den Wiesener Viadukt
  • Inszenierung des Bahnhofs Wiesen als Nostalgiebahnhof mit dem Bahnhofbistro
  • Start- und Endstation des Historischen Zugs
  • Aufwertung Mobilitätsweg Zügenschlucht

Investitionsbeitrag Gemeinde an die Basis-Infrastruktur gemäss Kostenschlüssel:  CHF 510’000


Chancen für die Gemeinde:

  • Im Endausbau ca. 2 zusätzliche Saison-Arbeitsplätze
  • In der Betriebsphase werden rund 50’000 zusätzliche touristische Besucherfrequenzen mit Konsumbedürfnissen erwartet. Es wird ein Zusatzumsatz des lokalen Gewerbes von CHF 800’000 – 1’600’000 pro Jahr erwartet.
  • Sicherung des Historischen Zugs als Touristenattraktion, da dieser ab 2023 separat finanziert werden muss.
  • Die Attraktivität der Gemeinde Davos wird als Sommerdestination gesteigert.

Meinungen

Meinungen zur Landwasserwelt:


Die Interviews in ganzer Länge und weitere Interviews finden Sie hier.

Meinungen

Meinungen zur Landwasserwelt:


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10 Fragen zur Landwasserwelt

Projektträger sind Graubünden Ferien, die Rhätische Bahn, die Region Albula, die Gemeinden Albula / Alvra, Bergün Filisur, Schmitten und Davos sowie der Parc Ela und der Verein Welterbe Rhätische Bahn.

Graubünden fehlt ein gemeinsames Symbol, mit dem sich die Bevölkerung identifizieren kann und welches neue Gästegruppen anzieht. Der Landwasserviadukt ist ein solches Symbol, er begeistert Einheimische und Gäste aller Generationen.

Ja. Die Zahl der Übernachtungen ist in den letzten Jahren markant zurückgegangen, Arbeitsplätze gingen verloren und die Bevölkerung in der Region nimmt ab. Die Landwasserwelt kann diesen negativen Trend brechen.

Die Landwasserwelt schafft neue Arbeitsplätze und unterstützt das lokale Gewerbe, die Hotellerie und Gastronomie. Die Investitionen in die touristische Infrastruktur sind langlebig und werden den Gemeinden und ihren Gästen über viele Jahre nützen.

Die Gemeinden sollen in Wege, Aussichtsplattformen, Parkplätze, öV-Haltestellen, Beschilderungen und sanitäre Anlagen investieren. Das sind alles Anlagen, die den Gästen und Einheimischen auch ohne Landwasserwelt nützen würden.

Die Gesamtkosten von 11.6 Millionen werden vor allem durch den Kanton (24 %), die Rhätische Bahn (37 %), private Investoren (16 %) und die Gemeinden (15 %, 1.7 Mio) getragen. Die Anteile der Gemeinden richten sich nach einem gemeinsam beschlossenen Verteilschlüssel.

Grundsätzlich wird jede Attraktion durch den jeweiligen Leistungsträger betrieben. Für die Koordination und das Produktemanagement wird ein Verein gegründet, in welchem sich die Gemeinden, die Rhätische Bahn und die Leistungsträger zusammentun. Die Geschäftsführung und Vermarktung werden an die RhB, bzw. an die Tourismusorganisationen ausgelagert.

Innerhalb der Landwasserwelt werden verschiedene Anbieter tätig. Der Verein wird von ihnen Gebühren für die Koordination und das Produktemanagement der Landwasserwelt und den Unterhalt der Infrastrukturen erheben. Wer direkt an der Landwasserwelt verdient, wird also auch deren Kosten tragen. Die Gemeinden werden wie bis anhin für den Unterhalt der öffentlichen Infrastruktur zuständig sein.

Ja. Mit einem Besuchermanagement werden die Besucher so auf die Wege und die Attraktionen verteilt, dass nirgends zu viele Gäste zusammenkommen. Der Grossteil der Gäste wird mit dem Zug oder Bussen anreisen. Innerhalb der Landwasserwelt werden sie sich mit dem Zug oder zu Fuss bewegen.

Falls alle vier Standortgemeinden die Vorlagen annehmen und die weiteren Investoren / der Kanton definitiv zustimmen, kann das Projekt umgesetzt werden. Läuft alles nach Plan, kann die Landwasserwelt dann ab Sommer 2023 Gäste begrüssen.

Die Landwasserwelt ist ein Gemeinschaftsprojekt, welches das Mitmachen aller Beteiligten verlangt. Die Zustimmung der Gemeinden ist eine Bedingung, damit auch die RhB, Kanton, Bund und Private in das Projekt investieren. Nur so wird die Landwasserwelt zu ihrer Eröffnung ein attraktives Angebot sein.